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Wie oft sollte eine Microdermabrasion wiederholt werden?

Unsere Haut wird jeden Tag stark durch die Umwelt belastet. Ausser dem Wetter und der UV-Strahlung setzen ihr auch Reingungsmittel, Seifen und Kosmetik zu. All diese Substanzen strapazieren die natürliche Hautschutzbarriere.Schönheitsmakel wie z.B. Falten, Narben, unebene Haut oder Pigmentstörungen können auf Dauer sehr unangenehm sein. Gerade Unregelmässigkeiten im Gesicht lassen sich nicht richtig verbergen und auch das ständige Überdecken mit Make-up stellt für die meisten Betroffenen keine zufriedenstellende Lösung dar. Im Gegenteil, die Haut kann hierdurch unter Umständen noch mehr gereizt werden.

Was ist unter Microdermabrasion zu verstehen?

Bei der Microdermabrasion handelt es sich um eine kosmetische Behandlungsmethode bei der die oberen Hautschichten durch spezielle Mikrokristalle wie z.B. mikrofeinem Quarzsand oder auch Aluminiumoxid mechanisch abgetragen werden. Bei der Vakuum-Kristall-Micro-dermabrasion werden feine, sterilisierte Mikrokristalle mittels hoher Geschwindigkeit über ein Handstück auf die Haut geblasen und durch ein Vakuum-Schlauchsystem wieder in einen separaten Behälter abgesaugt. Daher ist diese Behandlung eine Art der Schälung ohne chemische oder biologische Substanzen, wie z.B. Fruchtsäurepeeling. Dies ist eine Art der oberflächigen Microdermabrasionen.

Das Wort Microdermabrasion besteht aus dem griechischen Begriff „micro“ für „klein“, „derma“ für „Haut“ sowie dem lateinischen Begriff „abrasion“ für „Abschleifung“.

Die Microdermabrasion wurde Mitte der 80er Jahre aus der bereits bekannten Dermabrasion weiterentwickelt. Bei der medizinischen Dermabrasion handelt es sich um ein Verfahren zur Abschleifung der oberflächigen Hautpartien mit einem rotierenden Schleifkopf, was mindestens unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird, da diese Behandlung grundsätzlich tiefer geht als bei der kosmetischen Microdermabrasion.

Die Haut ist ein grossflächiges Organ, welches aus verschiedenen Schichten besteht. Die oberste der drei Hautschichten besteht aus der Epidermis aus verhornten, abgestorbenen Zellen. Die darunter liegenden Hautschichten bestehen aus lebenden Zellen, die sich ständig erneuern. Bei diesem Erneuerungsprozess werden die darüber liegenden Zellen ständig immer weiter nach oben geschoben, wo sie dann absterben, verhornen und danach abgestossen werden. Dieser Hauterneuerungsprozess dauert in der Regel 28 Tage. Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich jedoch dieser Erneuerungsprozess der Zellen.

Die Microdermabrasion setzt an der obersten Hautschicht an und trägt sanft und sicher die Microschicht der abgestorbenen Zellen von der Epidermis ab. Durch die Abtragung der Hornschicht erhält die Haut den Impuls, sich aus der Tiefe heraus zu erneuern.

Die Basalzellen, die für die Bildung neuer Hautzellen durch Zellteilung in der oberen Hautschicht verantwortlich sind, werden angeregt, neue Hautzellen zu bilden. Es folgt sodann eine Hautschuppung ohne sichtbare Schuppen oder Krustenbildung wie bei der Dermabrasion. Die Microdermabrasion bewirkt eine Tiefenreinigung der Haut. Diese Tiefenwirkung durch die Kombination von Peeling und Vakuum stimuliert die hauteigene Kollagen- und Elastinproduktion, wodurch die Haut straffer wird. Durch die deutlich angeregte Microzirkulation wird auch die Wiederherstellung einer intakten Hornschicht gefördert. Diese bildet effektiven Schutz vor Verletzungen und Austrocknung.

Der gesamte Zellenaufbau profitiert von der deutlich gesteigerten Wirkstoffaufnahmefähigkeit nach einer Microdermabrasion. Gesteigert werden kann dieser Effekt zudem durch die Kombination von Microdermabrasion und Ultraschall. Die Talgproduktion kann sich dadurch normalisieren, sodass sich unreine und fettige Haut auf Dauer verbessern kann. Der positive Nebeneffekt der Vakuum-Kristall-Microdermabrasion ist die Verbesserung der lymphatischen Drainage, die Stimulierung des Blutkreislaufs sowie die Entgiftung der Haut.

Wie läuft das Micropeeling ab?

Eine Microdermabrasion beinhaltet nicht nur die Microdermabrasion selbst, sondern vielmehr auch die erforderliche Vorbesprechung mit einer Hautanalyse sowie die Nachbehandlung.

Hierzu ist es unumgänglich, dass der Arzt oder die Kosmetikerin umfangreiches Wissen in Bezug auf die dermatologischen Vorgänge in der Haut und deren korrekte Pflege hat. Dies ist bei der Microdermabrasion umso wichtiger, da durch diese Prozedure die alte Hornschicht und damit der natürliche Eigenschutz der Haut entfernt wird. Daher kommt sowohl der Vor- und insbesondere der Nachbehandlung sowie den verwendeten Produkten eine wichtige Bedeutung zu.

Sofern keine Kontraindikatoren vorliegen, kann mit der Behandlung direkt begonnen werden. Eine sanfte Reinigung und ein Enzympeeling bereiten die Haut auf die Microdermabrasion vor. Die Enzyme des Enzympeelings lösen dabei sanft die „Klebesubstanz“ zwischen den abgestorbenen Hornzellen. Die darauf folgende Microdermabrasion dauert, je nach Behandlungsziel, ungefähr 30 Minuten.

Dazu wird ein spezieller Behandlungskopf über die Haut geführt, unter einem Vakuum werden die Kristalle schmerzfrei auf die Haut geblasen. Abgestorbene Hautzellen werden dadurch gelöst und direkt abtransportiert. Bei der Microdermabrasion kann die Stärke und Intensität der Abtragung sehr gut kontrolliert und bestimmt werden.

Wirkstoffkonzentrate und beruhigende Masken sorgen dann wirksam für die Beruhigung der Haut. Hautaktivierende Wirkstoffe, die nach jeder Microdermabrasion aufgetragen werden, können besonders gut eindringen und ihre Wirkung entfalten. Die verbesserte Wirkstoff-aufnahme kann bis zu einer Woche nach der Behandlung andauern.

Um die Haut nach der Behandlung zu schützen und optimal zu pflegen, sind entsprechend abgestimmte Produkte mit UV-Filter zu empfehlen, während fett-, fruchtsäure- und salzhaltige Produkte hierbei zu vermeiden sind. Gerade fetthaltige Produkte würden die Verhornung der Haut nur fördern

Bei einer Microdermabrasion kann es in den ersten Tagen nach der Behandlung durchaus zu einer Verschlechterung des Hautbildes kommen. Insbesondere bei Behandlungen von unreiner Haut oder Akne kann dieser Effekt auftreten, wobei dies jedoch gewollt ist. Die Haut ist, abhängig von der Behandlungsintensität, leicht rosa, aber ohne offene Wunden. Kurzfristige Trockenheits- und Spannungsgefühle der behandelten Haut sind mögliche Reaktionen auf die begonnene Behandlung. Dieser Zustand normalisiert sich jedoch innerhalb kurzer Zeit wieder.

Die Haut benötigt nach einer Microdermabrasion ungefähr 2-3 Tage, um den eigenen Säureschutzmantel und damit die natürliche Barrierefunktion wieder aufzubauen und den Zustand zu normalisieren. Nach dem Verfahren ist die Haut ausserdem lichtempfindlich und muss unbedingt vor UV-Strahlung geschützt werden. Ebenso ist starkes Schwitzen wie beim Sport oder in der Sauna, das Schwimmbad sowie zuviel Staub zu vermeiden.

Nach der Microdermabrasion wird die Haut normalerweise elastischer und die Poren feiner, kleinere Falten und Linien reduzieren sich. Zudem hat die Behandlung einen Tiefeneffekt durch die Aktivierung der hauteigenen Kollagen- und Elastinproduktion. Die ersten Ergebnisse können durchaus bereits nach der ersten Behandlung sichtbar sein. Eine Kurbehandlung mit 4-10 Anwendungen, abhängig vom Hauttyp und Hautzustand, in regelmässigen Abständen kann diesen Effekt weiterhin steigern.

Benötigt es eigentlich Pausen zwischen den Behandlungen?

Das Ziel der Microdermabrasion ist es zu bewirken, dass das darunter liegende Hautgewebe neue Zellen bildet und auch die Produktion von körpereigenem Elastin und Kollagen angeregt wird. Ihre Haut wird somit instand gesetzt. Dieser Prozess benötigt jedoch Zeit, um sich vollständig zu entwickeln. Zu häufige Behandlungen mit dem Dermabrasionsgerät oder gar eine tägliche Anwendung ist daher nicht zu empfehlen und hilft auch Ihrem Hautzustand nicht weiter.

Es ist wichtig, dass Sie Ihrer Haut genug Zeit lassen, um sich zwischen den Behandlungen zu erholen, denn nur so kann der Heilungsprozess korrekt vollzogen werden. Wird die Micro-dermabrasion zu schnell wiederholt, kann die Haut kurzfristig geschädigt werden oder ihre Empfindlichkeit erhöht sich zu sehr. Zwar ist die Erholungszeit bei der Microdermabrasion wirklich kurz, trotzdem sind bis zu drei Tage nötig, damit Ihre Haut ihre Schutzfunktion wieder aufbauen kann.

Microdermabrasion: Wie oft?

Eine Microdermabrasion kann, je nach Hautverträglichkeit und der gewünschten kosmetischen Wirkungen, wöchentlich, mindestens jedoch alle acht Wochen durchgeführt werden. Die Frage wie oft eine Microdermabrasiondurchgeführt werden sollte, kann nicht eindeutig beantwortet werden, da dies von mehreren Faktoren abhängt. Jede Haut ist anders und reagiert sehr individuell auf diese Behandlungen, bei sehr sensibler Haut kann eine Behandlung alle zwei Wochen schon zu viel sein.

Mehr detaillierte Informationen zu diesem Thema finden Sie unter: beautyclinic.ch