Dehnungsstreifen

Dehnungsstreifen sind sichtbare Erscheinungen der Haut, die durch starke Dehnung des Gewebes entstehen; in der medizinischen Fachsprache werden sie als "Striae" bezeichnet. Im Rahmen einer Schwangerschaft ist das Auftreten von Dehnungsstreifen ganz normal, sie werden dann "Schwangerschaftsstreifen" (lat. Striae gravidarum) genannt.

Aber auch andere Ursachen, die mit einer raschen Volumenzunahme von Körperarealen einhergehen wie beispielsweise rasches Muskelwachstum bei Bodybuildern, schnelles Wachstum oder massive Gewichtszunahme können zu solchen Dehnungsstreifen führen. Auch Medikamente wie Kortison können Striae verursachen. 

Frische Dehnungsstreifen erscheinen oft rötlich, die Färbung wird durch durchscheinende Blutgefässe hervorgerufen.

Die Streifen treten bevorzugt dort auf, wo das Gewebe am stärksten durch Volumenzunahme belastet wird wie Bauch, Hüften, Gesäss, Oberarme und Brüste. Die Ursachen sind eine Bindegewebsschwäche mit verminderter Hautelastizität und Gewichtszunahme (Fett oder Muskulatur).

Kostenpunkt: ab CHF 150.00 pro Sitzung; meistens sind 4-6 Behandlungen, je nach Struktur aber auch mehr notwendig

"Vorher/nachher" Bilder finden Sie in unserer Galerie.

Enstehung

Das Bindegewebe in der Lederhaut, welches für die Elastizität der Haut verantwortlich ist, besteht aus einem Netzwerk von kollagenen Fasern. Wird das Bindegewebe überdehnt, führt dies zu irreparablen Rissen in der Unterhaut, die zu äusserlich sichtbaren blaurötlichen Dehnungsstreifen führen. Im Laufe der Zeit verblassen die Streifen, bleiben jedoch als helle Narben weiterhin sichtbar.

Behandlung

Die Behandlung von Dehnungsstreifen besteht aus verschiedenen Methoden und wird individuell an den Befund und die Erwartungen des Patienten angepasst.

Bei rötlichen Striae steht die Behandlung der Verfärbung im Vordergrund. Hierbei eignen sich silikonhaltige Narbensalben oder Crèmes, die Vitamin A beinhalten. Zusätzlich wird je nach Befund die Carboxytherapie eingesetzt. Als letzte Möglichkeit erfolgt der Einsatz des Lasers (IPL Blitzlampe).

Bei tiefen Dehnungsstreifen hilft vor allem der fraktionierte CO2 Laser, der zu einer Ausnivellierung der Haut und Streifen führt. Die Haut wird wieder ebenmässig, die "Canyons" verschwinden. In vielen Fällen erreicht die Behandlung sogar eine Rückkehr des Bräunungspigmentes. Für ein optimales Ergebnis sind oftmals mehrere bis viele Behandlungen nötig, die aus Laseranwendung und Carboxytherapie bestehen.

Welche Behandlung genau eingesetzt und kombiniert wird, ist Bestandteil des Behandlungsplanes, der immer ganz individuell nach den Wünschen und Bedürfnissen des Patienten im Rahmen des unverbindlichen Beratungsgespräches erstellt wird.

Methoden

Carboxytherapie
Bei der Carboxytherapie handelt es sich um eine Methode ohne chirurgischen Eingriff, bei der Kohlendioxid über eine kleine Nadel (0,3mm Durchmesser) in das Gewebe unter die Haut insuffliert wird. Von der Injektionsstelle aus breitet sich das Kohlendioxid schnell im umliegenden Gewebe aus und wirkt dabei auf zwei Arten: das Gas erzeugt einen gefässerweiternden Effekt mit starkem Anstieg der Durchblutung. Direkt nach der Behandlung wird die Haut wärmer und leicht gerötet. Die verbesserte Durchblutung führt zu vermehrtem Sauerstoff im Gewebe. Das Ergebnis: die Dehnungsstreifen werden durch die bessere Durchblutung und den Sauerstoff regeneriert und mit neuem Gewebe durchbaut – sie verschwinden.

Fraktionierter CO2 Laser
Der neue Laser arbeitet mit einer völlig neuen, von führenden Lasertechnikern der Harvard Universität entwickelten Hightech-Technologie. Tausende, mikroskopisch kleine Lichtsäulen dringen computerberechnet und präzise tief in die Hautschichten ein und entfernen alte, beschädigte Zellen und Pigmente. Um die einzelnen Lichtsäulen herum verbleibt immer ein unbehandeltes Hautareal, von dem aus die mikroskopischen Behandlungsabschnitte innerhalb weniger Stunden heilen. In den darauf folgenden Wochen produziert die Haut frisches Kollagen, wodurch sich das Hautbild glättet und verfeinert.